Produktion/Vertrieb Oktober 2006 eingestellt
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Editorial

Verehrte Leser unseres Magazins,

wir sprechen von Globalisierung, bezeichnen uns als Europäer und genießen die vermeintliche Abgeschiedenheit unserer kleinen Insel.
Dabei vergessen wir leicht, dass sie Teil des gesamten kanarischen Archipels ist. Und das sollten wir eigentlich in unser tägliches Denken mit einbeziehen.

Ich muss gestehen, dass ich mir in den vielen Jahren meines Aufenthalts auf Teneriffa wenig Zeit genommen habe, unsere Nachbarinseln zu erleben. Zu sehr fühle ich mich hier geborgen, ja zu Hause, zu sehr sagt mir die Infrastruktur zu, und es fehlt mir an nichts. Im vermeintlichen Trubel des Südens lebend, bin ich in fünf Minuten in der Abgeschiedenheit, Stille der einzigartigen Bergwelt. In 45 Minuten Fahrt erwartet mich pulsierendes „Großstadtleben“ mit all seinen Vorzügen und besonders seinem breit gefächerten kulturellem Programm.

Gerade als Kreativschaffender entdecke ich jeden Tag aufs Neue, dass dieser einzigartige kleine Kontinent eine eigene Welt in einem Land, auf einer Insel ist. Nun habe ich es nach vielen Jahren Aufenthalt auf Teneriffa endlich einmal geschafft, unsere Nachbarinsel La Gomera zu besuchen. La Gomera kann man meiner Erfahrung nach nicht umschreiben, man muss die Insel ganz einfach im wahrsten Sinne des Wortes erfahren.

Nur dem, der mit offenen Augen reist und seine Umwelt mit allen Sinnen wahrnimmt, dem wird sich die umgebende Einzigartigkeit erschließen. So wie Teneriffa ein eigener kleiner Kontinent ist, ist La Gomera eine eigene faszinierende Erlebniswelt, die es zu entdecken gilt. Ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art, ein Reiseziel, das nicht umsonst seine ganz eigenen Besucher anzieht.

Viele Landschaften erinnerten mich an meine Aufenthalte im Südwesten der Vereinigten Staaten, an den Yosemite oder Hawaii, aber auch an Gesteinsformationen in Namibia. Der erste Blick in das Tal, das Valle Gran Rey, gar an den Gardasee oder an den Lago Maggiore, kurzum, an mediterrane Gegenden.

Ehrlich gestanden, erinnerte mich wenig an Teneriffa, und das ist auch gut so, zu sehr unterscheiden sie sich von einander, und das ist ja gerade die Herausforderung. Mit dieser, unseren neuen Ausgabe, möchten wir Ihnen einen kleinen ersten Eindruck dieses Naturerlebnisses La Gomera vermitteln.

Zum Entdecken lädt uns unsere Insel Teneriffa jeden Tag aufs Neue ein, zum hinterfragen, auseinandersetzen. Gut, dass wir ein Team mit unterschiedlichsten Interessen sind, da hört die Themenvielfalt nicht auf, da müssen wir uns bremsen, alles in einem Magazin unterzubringen.

Ich hoffe, liebe Leser, dass wir wieder einmal ein breit gefächertes Themenangebot präsentieren, das Ihnen zusagt und Ihr Interesse an Teneriffa, an den Kanaren weckt. Der Dialog mit Ihnen als Leser ist uns wichtig. Schreiben Sie mir per E-Mail, was Sie bei uns vermissen, welche Themen Sie zusätzlich interessieren. Wir sind ein unabhängiges Medium und möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass Sie als interessierter Leser mehr über Teneriffa erfahren.

Mit allen Sinnen Teneriffa genießen - das wünsche ich Ihnen und uns.

Herzlichst Ihr Klaus Neuner


In der nächsten Ausgabe stellt "Teneriffa genießen" großflächig und mit breiten Bildstrecken Teneriffas Nachbarinsel La Gomera vor.

Interessante Ansichten des "Capitano", dem Herausgeber des Valle Boten, Klaus Heinrichs,
dem Bestseller Autor Hauke Brost, sowie dem TV- Berater und Coach Johannes Friedrich Reichert.



Einer der jährlichen Höhepunkte in La Laguna - die Semana Santa.



Erklärt wird die eigenständige Sprache der Fächer.



Portraits von auf Teneriffa lebenden Künstlern wie Guiliamo Bethencourt sowie der Flamenco Tänzerin Maite Saez.

Die Kunst kanarischer Handarbeiten und Balkone in La Orotava.



Das Naturkundemuseum in Valle de Guerra.

Auf der Route des Honig

 

 

 

 

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